Was ist Morbus Parkinson?

Männer etwa zweimal häufiger betroffen

Der britische Arzt James Parkinson beschrieb 1817 in seiner Veröffentlichung "Eine Abhandlung über die Schüttellähmung" zum ersten Mal die Symptome des Morbus Parkinson. Der Ausdruck "Parkinson-Krankheit" wurde jedoch erst 1884 von Jean-Martin Charcot, einem französischen Psychiater, für diese Erkrankung benutzt.

Parkinson ist keine seltene Erkrankung: In Deutschland leben circa 350.000 Menschen mit Morbus Parkinson, wobei die Häufigkeit der Erkrankung mit dem Alter zunimmt. Während in der Altersgruppe von 40 bis 60 Jahren nur 0,1-0,2 % der Bevölkerung erkrankt sind, sind es bei den über 60-jährigen bereits 1 % und bei den über 70-jährigen sogar 1,5-2,0 %. Auch bei den Geschlechtern gibt es Unterschiede: Männer sind etwa zweimal häufiger als Frauen von Morbus Parkinson betroffen.

Morbus Parkinson ist nicht lebensbedrohlich und hat behandelt in der Regel keinerlei Einfluss auf die Lebenserwartung. Erfreulicherweise sind leichtere Verlaufsformen häufiger als schwere.

Obwohl Morbus Parkinson mittlerweile zu den am besten behandelbaren neurologischen Erkrankungen zählt, werden leider nur etwa die Hälfte aller Betroffenen behandelt. Mitunter wird eine Parkinson-Erkrankung erst Jahre nach den ersten Anzeichen richtig diagnostiziert, da Frühsymptome wie Müdigkeit, Kopfschmerzen oder Verspannungen nicht sehr charakteristisch sind und deshalb nicht als solche erkannt werden. Doch je früher die Diagnose gestellt wird und je früher behandelt wird, desto leichter ist es, den Krankheitsverlauf günstig zu beeinflussen.

Nicht jeder Patient, der die klinischen Symptome eines Parkinson-Syndroms zeigt, ist tatsächlich an Parkinson erkrankt. Durchblutungsstörungen des Gehirns oder andere sehr seltene Abbauprozesse von Nervenzellen, wie sie im Rahmen von sogenannten Multisystemerkrankungen des Gehirns auftreten, können Symptome hervorbringen, die denen der Parkinson-Krankheit sehr ähnlich sind. Zu beachten ist, dass bestimmte Medikamente, insbesondere Neuroleptika, die zur Behandlung von Psychosen und schweren Unruhezuständen eingesetzt werden, Parkinson-Symptome hervorrufen können. Die Symptome treten häufig erst nach langjährigem Gebrauch von Neuroleptika auf. Je nach tatsächlich zugrunde liegender Ursache kann die Behandlung von der des "klassischen" Parkinson-Syndroms abweichen.

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