Tipps für Angehörige

Werden Sie zum Mittherapeuten

Wenn ein Mensch an Parkinson erkrankt, sind damit auch seine nächsten Angehörigen betroffen. Sie müssen sich ebenso mit der neuen Situation auseinandersetzen und darin zurecht finden. Über Ängste und Sorgen offen zu sprechen, ist sehr wichtig, auch wenn es schwer fällt. Durch die Parkinson-Erkrankung kann die Mimik und Gestik abnehmen und das Gegenüber interpretiert sie fälschlicherweise als Desinteresse oder Traurigkeit. Daher ist es unbedingt notwendig, dass der Erkrankte die Gefühle auch mit Worten seinem Partner mitteilt, um Missverständnisse zu vermeiden.

Als Angehöriger wird man unter Umständen zum "Mittherapeuten", der den Parkinson-Patienten zu Terminen mit Therapeuten, Ärzten oder Ämtern begleitet. Auch in Gesprächen Ängsten entgegenzuwirken, Mut zu machen und als Stütze da zu sein ist wichtig für den Patienten.

Allerdings sollte man auch die eigenen Grenzen erkennen und sich nicht überfordern. Man sollte sich wenn nötig Freiräume schaffen, den eigenen Hobbies nachgehen und vermeiden, sich zusammen mit dem Angehörigen aus dem aktiven Leben zurückzuziehen. Denn nur wenn es einem selbst gut geht und man weiterhin aktiv am Leben teilnehmen, kann man für den Partner oder Angehörigen eine wirklich wertvolle Stütze sein.

Eine übermäßige Behütung sollte ebenso vermieden werden. Auch wenn mit zunehmend fortschreitender Erkrankung alltägliche Bewegungen und Tätigkeiten für den Patienten langsamer und ungeschickter werden, können diese sehr oft noch bewältigt werden. Und durch die Bewegung und das Üben der Tätigkeiten bewahrt der Betroffene seine Selbstständigkeit. Daher sollte man nur wenn nötig Hilfe anbieten. Durch eine Überbehütung leidet das Selbstwertgefühl des Parkinson-Erkrankten, weil er sich hilflos und nutzlos vorkommt, und den Eindruck haben kann, den Anderen zur Last zu fallen.

Nicht nur der Erkrankte hat Ängste und Sorgen, sondern auch die Angehörigen. Deshalb ist es wichtig, miteinander darüber zu sprechen, sich gegenseitig zu unterstützen und wenn nötig gemeinsam die Hilfe Dritter einzuholen.

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