Symptome: Die vier Hauptsymptome von Parkinson

Rigor, Tremor, Bradykinese, Akinese

Zittern (Tremor)

Oft ist das erste Anzeichen einer Parkinson-Erkrankung ein charakteristisches Zittern. Auffällig ist, dass das Zittern bei gezielten Bewegungen (z. B. Greifen von Gegenständen) verschwindet und in Ruhe wieder auftritt (sog. Ruhetremor). Betroffen sind vor allem Hände, Arme, aber auch Füße oder andere Körperteile. Das Zittern ist meist einseitig betont, d. h. dass etwa eine Hand schwächer als die andere oder gar nicht zittert.

Häufig ist den Patienten (und teilweise auch den Angehörigen) das Zittern peinlich. Erschwerdend kommt hinzu, dass sich das Zittern unter Anspannung und bei Aufregung noch verstärkt. Dieser Teufelskreis kann zunehmend zu einem sozialen Rückzug führen.

Diese falsche und übertriebene Scham und der damit verbundene Rückzug sind um so bedauerlicher, da sie das Krankheitsbild insgesamt verschlimmern können und der Besserung abträglich sind.

Verlangsamung der Bewegungsabläufe und Unbeweglichkeit (Bradykinese und Akinese)

Das wichtigste Hauptsymptom beim Morbus Parkinson ist die Verlangsamung aller Bewegungsabläufe (sog. Bradykinese).

Zu Beginn der Erkrankung werden die Bewegungen weniger geschmeidig, oft auch nur auf einer Körperseite. Gerade rasche, flüssige Bewegungen, etwa beim Zähneputzen, bei der Hausarbeit oder bei handwerklichen Tätigkeiten, gelingen nicht mehr gut und erscheinen fremdartig gehemmt.

Später kann es zunehmend schwieriger werden, von einem Stuhl oder aus dem Bett aufzustehen oder sich im Bett umzudrehen.

Die Störungen im Bewegungsablauf können durch Medikamente und gezieltes Training weitgehend behoben und der Verlauf verlangsamt werden (siehe Bewegungsübungen).

Muskelsteifheit (Rigor)

Das dritte Hauptsymptom beim Morbus Parkinson ist eine erhöhte Muskelspannung und Muskelsteifheit.

Da sich die Muskelsteifheit zu Beginn oft als schmerzhafte Verspannung, z. B. im Oberarm oder in der Schulter, äußert, kann sie mit Rheuma oder orthopädischen Beschwerden verwechselt werden. Die Patienten haben das Gefühl, dass die Muskeln zu kurz oder innerlich angespannt sind. Schmerzmittel bringen kaum Linderung, die Behandlung mit Parkinsonmedikamenten bringt dagegen rasche Besserung.

Die Muskelsteifheit wird vom Arzt dadurch festgestellt, dass er den Patienten auffordert, den Arm im Ellenbogengelenk zu bewegen. Bei Morbus Parkinson kann der Patient die Hand oder den Arm nur ruckartig bewegen ("Zahnradphänomen").

Geh- und Haltungsstörungen (posturale Reflexe, Stellreflexe)

Die für Morbus Parkinson typische, nach vorn gebeugte Haltung macht sich bereits im Frühstadium der Erkrankung bemerkbar. Beim Gehen schwingen die Arme nicht mehr mit und später wird der Gang langsamer, kleinschrittig und schlurfend. In Verbindung mit der Muskelsteifheit und den langsameren Reflexen steigt das Risiko für möglicherweise folgenschwere Stürze.

In fortgeschrittenen Stadien der Krankheit kann es zum sogenannten "Freezing" kommen, das heißt die Füße scheinen während des Gehen am Boden fest geklebt zu sein. Dieses Phänomen tritt häufig an engen Stellen (z. B. beim Betreten eines Fahrstuhls) auf.

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