Verstopfung

Anticholinerigka erzeugen Verstopfungen - Was tun?

Durch Morbus Parkinson kann es zu Regulationsstörungen des Magen-Darm-Traktes kommen. Zudem vermindern manche Parkinsonmedikamente, vor allem sog. Anticholinergika, die Beweglichkeit des Darms. Die Verstopfung wird durch falsche und einseitige Ernährung, zu geringe Flüssigkeitsaufnahme und Bewegungsmangel zusätzlich verschärft.

Durch die meisten Abführmittel (z. B. Bisacodyl, Natriumpicosulfat, Sennesblätter) wird das Problem nur kurzzeitig gelöst. Es kommt auf Dauer zu einer Gewöhnung des Darms an die Abführmittel. Wesentlich empfehlenswerter sind  Abführmittel, die Flohsamen oder Macrogol enthalten. Diese führen nicht zu einem Gewöhnungseffekt. Für die Wirkung ist wichtig, dass zusätzlich ausreichend getrunken wird.

Trinken allein kann den Darm auf Trab bringen. Ein Glas kaltes Wasser, morgens auf nüchternem Magen getrunken, regt die Darmtätigkeit an.

Langfristig ist es sinnvoller, mehr Ballaststoffe mit der Nahrung zu sich zu nehmen, als ständig Abführmittel zu verwenden.

Ballaststoffe sind unverdauliche Faserstoffe pflanzlicher Herkunft. Da sie nicht verdaut werden, war man früher der Ansicht, sie würden den Darm belasten (daraus entstand der Name Ballaststoffe). Mittlerweile hat man jedoch erkannt, dass diese unverdaulichen Fasern wichtig für den Darm und die Verdauung sind. Ballaststoffe binden Wasser und erhöhen das Stuhlvolumen. Dies wiederum hat zur Folge, dass die Verweilzeit im Dickdarm abnimmt. Der Stuhl wird weicher und der Stuhlgang erleichtert.

Ballaststoffe sind in vielen Nahrungsmitteln vorhanden. Vor allem Getreideflocken, Vollkornwaren, Obst und Gemüse sind gute Ballaststoffquellen. Die Ballaststoffaufnahme sollte nur schrittweise gesteigert werden, denn plötzliches Umstellen kann zu Blähungen und Bauchschmerzen führen. Auch hier ist es wichtig, genügend zu trinken, sonst kann es sogar zur Verschlimmerung der Verstopfung kommen.

Parkinson HEXAL - Ernährung, Verstopfung
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