Diagnose von Morbus Parkinson

Parkinson-Diagnose vor allem durch Symptome

Bild: Diagnose Morbus Parkinson - Untersuchung beim Arzt

Das Krankheitsbild Morbus Parkinson entwickelt sich schleichend. Über Jahre hinweg gehen mehr und mehr Neuronen zugrunde. Erst wenn bereits ein Großteil abgestorben ist, werden die Symptome deutlich.

Zu Beginn der Erkrankung zeigen sich sehr unspezifische Anzeichen wie Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen, Muskelverspannungen oder Rückenschmerzen. Dadurch kann die wahre Krankheit, die hinter all diesen Symptomen steckt, nur schlecht erkannt werden. Fehldiagnosen wie Rheuma oder Depression sind keine Seltenheit. So verstreichen manchmal mehrere Jahre, bis die richtige Diagnose gestellt wird.

Heute gibt es noch kein einfaches Hilfsmittel wie einen Labor- oder Bluttest, mit dem in frühen Stadien eine genaue Diagnose möglich wäre. Nach wie vor wird Morbus Parkinson hauptsächlich durch die auftretenden Symptome diagnostiziert.

Zusätzlich kann der sog. "L-Dopa-Test" herangezogen werden: wird einem Patienten mit Parkinson-Symptomen das Medikament L-Dopa verabreicht, verschwinden diese schnell und deutlich, falls es sich tatsächlich um Morbus Parkinson handelt.

Bei klinisch unsicheren Fällen, was besonders in den frühen Phasen der Erkrankung häufig der Fall ist, kann mit Hilfe der SPECT-Bildgebung (Single-Photonen-Emissions-Computer-Tomografie) die Diagnose gestellt werden. Zusammen mit einer speziellen radioaktiven Substanz, die sich an die Transportmoleküle für Dopamin anlagert, kann die Aktivitätsminderung der Substantia nigra in einer Szintigraphie (DaTSCANTM) dargestellt werden. Auf diese Weise kann die Diagnose eines Morbus Parkinson früh gesichert und die entsprechende Therapie eingeleitet werden. Da dieses Verfahren aufwändig und kostspielig ist, wird es nicht routinemäßig eingesetzt.

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